Lang lebe die Abendschule

Dezember 2009 --- Bilanz ---

Wachsamkeit ist angesagt ...

Für das Wintersemester 2009/2010 waren wir schon mal - voreilig - totgesagt. Doch der Betrieb läuft ohne Unterbrechung weiter, die Lehrkräfte sind immer noch die gleichen, Qualität der Lehre und künstlerische Betreuung sind gewährleistet und auch die Räume sind uns - welch ein Wunder - erhalten geblieben. Erfreulich ist, dass trotz des erhöhten Unterrichtsgeldes* die meisten Abendschüler ihre Ausbildung fortsetzen und viele Neue dazu gekommen sind.

Doch trotz der Zeit, die inzwischen verstrichen ist und den Verhandlungen, die mittlerweile stattgefunden haben, ist auch zum Jahreswechsel 2009/2010 noch nicht geklärt, wie es längerfristig weitergehen kann. Vertreter der Stadt und Hochschule sind allem Anschein nach weiterhin der Auffassung, die Abendschule müsse sich selbst tragen und sprechen von einem Konzept, das in den nächsten Jahren entwickelt werden soll. Vorerst haben sich zwei Stiftungen eingeschaltet und bereit erklärt, zwei Jahre lang die Abendschule mit zu finanzieren. Das hat der existenzbedrohenden Entwicklung die Spitze genommen - aber für wie lange?

Wir wollen, dass die Schule auch über den zugesagten Zeitraum hinaus erhalten bleibt. Deshalb müssen wir wachsam bleiben und dafür sorgen, dass der Erhalt der Schule von einer breiten Öffentlichkeit unterstützt wird. Auf dem Museumsuferfest der Stadt Frankfurt konnten wir Ende August mit guter Resonanz für unser Anliegen werben (siehe unten).

*) Wer deshalb abgesprungen ist, sollte sich bei weiterbestehendem Interesse noch mal melden. Für Einzelfälle ist eventuell doch noch eine Lösung möglich.

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28.-30. August 2009 --- Termin ---

Museumsuferfest Frankfurt

Lang lebe die Abendschule Bilder vom MUF...

Am Museumsuferfest 2009 werden wir, die Abendschüler, mit einem Stand vertreten sein. Lange Tage und Nächte haben wir daran gearbeitet, Euch Freude zu bereiten in Form von: Funny Shirts, geilen Taschen und jeder Menge Postkarten über deren Zusendung Eure Freunde und Verwandte sich sicherlich halb (oder auch ganz) doof freuen werden.
Unser Stand befindet sich auf der Sachsenhäuser Seite auf Höhe der Dürerstraße/Städel.

Lang lebe die Abendschule

August 2009 --- Aktion ---

T-Shirts und Stofftaschen

Lang lebe die Abendschule mehr Bilder...

In tagelanger Arbeit haben Abendschüler hunderte von T-Shirts und Stofftaschen im Siebdruckverfahren und Linoldruckverfahren selber produziert. Sie sind am Museumsuferfest in Frankfurt vom 28.-30. August am Stand der Abendschule zu kaufen.

Lang lebe die Abendschule

August 2009 --- Aktion ---

Postkarten und Plakat

Lang lebe die Abendschule alle Motive...

17 unterschiedliche Postkartenmotive und ein Plakat. Historische Fotografien der Abendschule, Werke von Abendschülern und zwei Fotografien der Abendschule in der Daimlerstraße. Zu Kaufen am Stand der Abendschule des Städel am Museumsuferfest in Frankfurt vom 28.-30. August.

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31.07.-02.08.2009 --- Seminar ---

"Blickwechsel"

Lang lebe die Abendschule

Ein Seminar für Künstler und Anatomen

Die Abendschulleiterin Vroni Schwegler und Dr. Helmut Wicht, Chef der Dr. Senckenbergischen Anatomie Frankfurt haben ein sehr interessantes Wochenende organisiert: "Blickwechsel". Wissenschaftler auf der einen Seite und Künstler auf der anderen Seite haben sich sehr rege malerisch, technisch und mental über die verschiedenen Möglichkeiten der visuellen Wahrnehmung ausgetauscht.

Lang lebe die Abendschule

05. Juni 2009 --- Special ---

"Spzilman Award" Show #4

Lang lebe die Abendschule

Der Szpilman Award ist ein Kunstpreis, der Arbeiten auszeichnet, die nur für einen Moment oder eine kurze Zeitdauer existieren. Die Idee dieses Awards ist es, solche Arbeiten, die in dieser vergänglichen Form bestehen, zu fördern und zu präsentieren. Das Konzept der Ausstellung war, diese "vergängliche Kunst" am Eröffnungsabend anhand von live Performances zu zeigen. Jedoch sollte dieses Geschehen nicht undokumentiert bleiben, sondern von vielen verschiedenen Zeichnungen festgehalten werden. Alles was bleibt sind diese Zeichnungen, welche für den weiteren Verlauf der Ausstellung gezeigt wurden.

Lang lebe die Abendschule

16. Juni 2009 --- Positionspapier ---

Positionspapier

Zu Bestand und Zukunft der Abendschule aus Schülersicht

Die Abendschüler und die Lehrenden sind sich einig, dass die Abendschule in der bestehenden Form und Ausrichtung mit den genannten Einschränkungen keine Zukunft hat.

Auf den ersten Blick scheint es, dass es Grund zur Entwarnung gäbe: das Kuratorium der Städelschule hat in einer Sitzung am 28. Mai beschlossen, dass die Abendschule erhalten bleiben soll. Die Auflagen an die Abendschule sind aber derart, dass man meinen könnte, ein Sterben auf Raten sei geplant: während einerseits die Gebühren drastisch erhöht werden, soll am Lehrkörper gespart werden. Über die Qualität der Lehre wird bei all den geplanten Einsparungen gar nicht erst diskutiert.

Ein ganz entscheidender Einschnitt ist die laut der Pressemitteilung geplante Umwandlung aller bestehenden Angestelltenverträge in Honorarverträge. Letztere beziehen sich dann nur noch auf die stattfindenden Unterrichtseinheiten und deren Vorbereitung. Geplant ist damit, der Abendschule ihre eigene Leitung zu nehmen –eine Schule ohne Schulleitung sozusagen.

Für uns Schülerinnen und Schüler bedeutet dies den Wegfall von über den reinen Unterricht hinausgehenden Veranstaltungen und vieles von dem, was die Besonderheit dieses Studiums ausmacht. Es wird keine Einzelgespräche mehr geben, keine Ausstellungsbesuche. Die jedes Semester stattfindenden Ausstel-lungen der Abendschule würden entfallen, weil dafür kein Geld zur Verfügung gestellt wird. Gerade aber Einzelgespräche oder auch die Vorbereitung und Teilnahme an Ausstellungen sind für viele von uns, die in der Abendschule an ihrer künstlerischen Entwicklung arbeiten, von großer Wichtigkeit und ein besonderes Qualitätsmerkmal der Abendschule.

Die Streichung der Leitungsfunktion berührt uns auch deswegen als Schülerinnen und Schüler tief, weil mit Vroni Schwegler eine Person betroffen ist, die nicht nur eine wunderbare Pädagogin ist und wichtige künstlerische Impulse gibt, sondern sich im ganz Besonderen um die Abendschule verdient gemacht hat. Sie hat sich stark und unermüdlich für den Erhalt der Abendschule eingesetzt.

Bei genauerem Hinsehen erweist sich die Rettung also als eine Mogelpackung. Äußern möchten wir uns an dieser Stelle zu dem immer wieder gezogenen Vergleich mit der Volkshochschule, der unserer Meinung nach an verschiedenen Stellen nicht angemessen ist.

Zum einen ist die Ausbildung sehr professionell, fundiert und breit gefächert. Sie ist von der Ausrichtung her klassisch und besitzt genug Offenheit und Flexibilität, verschiedenen künstlerischen Ausrichtungen einen Raum zu geben. Und das findet nicht über ein zeitlich eng begrenztes Kursangebot statt, sondern kontinuierlich und über viele Semester hinweg.

Zum anderen hinkt der Preisvergleich mit der VHS ganz enorm. Geht man dort von einem Betreuungsschlüssel von in der Regel maximal 15 Personen aus, hat in der Abendschule eine Lehrperson am Abend oft 35 bis 50 Schüler und Schülerinnen zu betreuen; würden alle, die eingeschrieben sind, jeden Abend teilnehmen wollen, wären es so gegen 100 Schülerinnen und Schüler. Schon bei dieser großen Anzahl wird deutlich, dass die Abendschule anders funktioniert bzw. anders funktionieren muss.

Von den Schülerinnen und Schülern wird bei einer derart hohen Teilnehmerzahl viel Engagement und Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit den anderen Teilnehmenden erwartet. Dies wird auch stark gefördert. Entsprechend ist es hier gelungen, eine ganz besondere Lernathmosphäre zu schaffen, die uns allen so wichtig und förderungswürdig erscheint. Hier wird die Unterschiedlichkeit nicht in Konkurrenz, sondern mit gegenseitigem Respekt und als Bereicherung wahrgenommen. Viele von uns sagen, dass sie noch nie eine so besondere Lernathmosphäre erlebt haben. Dort lernen Menschen aller Altersstufen, die Schülerin neben dem Rentner, Menschen mit sehr unterschiedlichen Bildungsständen, viele Menschen mit Migrationshintergrund und Menschen mit sehr unterschiedlichen Berufen, viele bringen bereits eine längere künstlerische Auseinandersetzung mit.

Vor diesem Hintergrund erscheint die Erhöhung der Semestergebühren von 220.- auf 320.- € einfach überhöht. Schon in den vergangenen Jahren haben einige Teilnehmer den Betrag in Raten zahlen müssen. Die erhöhten Gebühren werden sie sich wohl nicht mehr leisten können.

Außerdem darf nicht vergessen werden, dass eben ein Großteil der Schüler nicht 5 Abende die Woche erscheinen kann und für jene „rechnet“ sich die Abendschule dann nicht mehr. Insofern ist die Rechnung, wie sie über die Pressemitteilung aufgestellt wurde, ein Trugschluss. Die geplanten Gebührenerhöhungen mit der absehbaren Qualitätsabsenkung werden unserer Meinung nach zu deutlich weniger Teilnehmern führen und damit zu geringeren Einnahmen.

Eine andere Sparmöglichkeit, bei der vor allem die Hochschule in die Verantwortung genommen würde, findet keinerlei Erwähnung; der Abendschule wird der Verbleib in den derzeitigen Räumen zugesichert. Unserer Meinung nach ist hier ein großes Sparpotential vorhanden. Die ortsübliche Vergleichsmiete liegt nach unseren Informationen mittlerweile deutlich unter der derzeit gezahlten Miete.

Was uns als Schülerinnen und Schüler sehr irritiert, ist, dass weiterhin uns als Schülern und auch der Leitung gegenüber von Seiten der Hochschule keinerlei Gesprächsbereitschaft gezeigt wird. Uns als Beteiligten und Betroffenen gegenüber wird keinerlei Möglichkeit gegeben oder auch nur Kompetenz zuerkannt, in einer geplanten Umgestaltung der Abendschule mitzuwirken. Gäbe es eine Mitwirkung oder Vertretung der Abendschule in entsprechenden Gremien, würde von vorne-herein der Entwicklung von Problemen und Missverständnissen entgegengewirkt werden.

Wir denken, es geht mit dem Erhalt der Abendschule in der derzeitigen Form auch um Kultur für alle, um die Schaffung einer kulturellen Landschaft, in der weitere Kultur entsteht und die sogenannte Hochkultur überhaupt erst wahrgenommen werden kann. In diesem Sinne hat die Abendschule der Städelschule eine wichtige Mittlerfunktion.

Und gerade in einer multikulturellen Stadt wie Frankfurt kommt Kultur ein wichtiger integrativer Faktor zu und der kann nicht nur in der internationalen Atmosphäre der Hochschule, sondern eben auch in dem Konzept einer multikulturellen Abendschule der Hochschule mit seinen „erschwinglichen“ Gebühren liegen.

Lang lebe die Abendschule

01. Juni 2009 --- Leserbrief --- Frankfurter Rundschau

"Sterben auf Raten"

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01. Juni 2009 --- Presse --- F.A.Z.

"Rettung in Sicht"

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29. Mai 2009 --- Presse --- Neue Presse

"Die Abendschule am Städel bleibt"

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29. Mai 2009 --- Presse --- Frankfurter Rundschau

"Rettung für Abendschule des Städel"

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20. März 2009 --- Leserbrief --- F.A.Z.

"Nicht aussitzen und ignorieren"

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16. März 2009 --- Leserbrief --- F.A.Z.

"Wenn der Bürger spricht"

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13. März 2009 --- Presse --- F.A.Z.

"Wenn der Bürger spricht"

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13. März 2009 --- Presse --- Frankfurter Rundschau

"Schule ja, Schirn nein"

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Februar 2009 --- Aktion ---

"Aufschrei 2009"

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Flyer- und Unterschriftenaktion beim Rundgang der Städelhochschule Frankfurt

Mit dem Slogan "Damit uns nicht das Licht ausgeht!" traten die Abendschüler mit einem Flyer, der in Anlehnung an die Einladung der Hochschule gestaltet war, beim Rundgang der Städelschule erstmals mit ihren Anliegen in die Öffentlichkeit. Wir informierten und sammelten mit großem Erfolg erste Unterschriften zum Erhalt der Abendschule. Zu der Aktion gestalteten wir T-Shirts, die in abendelanger Arbeit mit Sprühschablonen produziert wurden. Auch die Fenster der Räumlichkeiten der Abendschule in der Daimlerstraße wurden als Projektionsfläche unseres Anliegens "Lang lebe die Abendschule" genutzt.

Lang lebe die Abendschule

31. Januar 2009 --- Leserbrief --- F.A.Z.

"Nichts weniger als Kunst"

Lang lebe die Abendschule Lang lebe die Abendschule

Januar 2009 --- Presse --- F.A.Z.

"Abendschule vor dem Ende"

Lang lebe die Abendschule